Über uns

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Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Eltern,

seit 20 Jahren unterrichten wir in Diagnose- und Förderklassen, arbeiten im Mobilen Sonderpädagogischen Dienst und sind in der Lehrerfortbildung aktiv. So wie Sie auch, bereiten wir täglich unseren Unterricht vor. Dabei entwickeln wir ganz selbstverständlich wertvolle Ideen, erstellen Arbeitsblätter und andere Materialien. In der Praxis bewährt sich das eine dann mehr und das andere weniger. Wir reflektieren unsere Erfahrungen und greifen schließlich das auf, was sich bewährt hat. So manche Idee findet in der Folge auch Nachahmer, wird im Kopierer vervielfältigt oder von Kollegen weiter verfolgt. Ein stetiger Entwicklungsprozess begleitet so unsere Arbeit.

 

 

2001 haben wir mit der Veröffentlichung der "Arbeitskarten für die Rechtschreibkartei" damit begonnen, an unserer Schule besonders erfolgreiche und somit bewährte Materialien einem größeren Kreis von Lehrerinnen und Lehrern zugänglich zu machen. Heute wird dieses Arbeitsmittel durch das "Durchblick-Material" (2012) ergänzt. Es rundet das Lehrmittelangebot um den "Grundwortschatz plus" von Heiko Balhorn ab und ermöglicht auf einfache Weise einen entwicklungs- und kompetenzorientierten Rechtschreibunterricht.

Das 2002 in Zusammenarbeit mit dem vpm und Heiko Balhorn erschienene Konzept der "Hand-, Schrift- und Lesezeichen" ist angesichts der Herausforderungen der Inklusion aktueller denn je. Auch hier waren wir über die Jahre bemüht, diesen Materialsatz rund um unsere Lautgebärden durch sinnvolle Angebote zu ergänzen. So sind die Gebärdenbilder nun auch auf CD-ROM zur Gestaltung eigener Arbeitsmittel erhältlich. Von unserer Illustratorin Stefanie Witzel wurden sie zudem neu gezeichnet, so dass jetzt auch ein weiterer und alternativer Kartensatz für die therapeutische Arbeit zur Verfügung steht.

Seit 2007 finden wir in den "Rechenstempeln" Möglichkeiten, die Lernumgebungen rund um das Rechenbuch auf ganz einfache und unkomplizierte Weise zu erweitern. Kinder drucken die Übungsformate, die sie für ihr Lernen in größerem Umfang benötigen, ganz einfach selbst. So entsteht Vielfalt im Schülerheft – wider den Lehrgang und wider die Einfalt aus dem Kopierer.

 

Entwicklungsorientierung und die Gestaltung moderner Lernumgebungen waren also stets unsere Kernthemen, wobei wir ein zentrales sonderpädagogisches Prinzip nie aus dem Auge verloren haben: Die Handlung

Nach aller Erfahrung können sich im Alltag nur die Arbeitsmittel wirklich durchsetzen, die Kindern und Lehrkräften gleichermaßen weiter helfen. Für beide Seiten gilt es neue (Lern-/Lehr-)Möglichkeiten zu entdecken, damit unsere oft schwierige Arbeit zum Erfolg führt.

Wir sind deshalb der Ansicht, dass gutes Material in der Praxis einer kritischen Betrachtung standhalten muss:

• Erlaubt es Individualisierung durch Entwicklungsorientierung und individuelles Lerntempo?

• Stellt es (gute) Aufgaben, die inhalts- und prozessbezogene Kompetenz gleichermaßen fördern?

• Fordert es zu mehr Selbsttätigkeit heraus und gibt uns Raum, um Lernprozesse zu begleiten?

• Trägt es so zu einer Öffnung und zu moderner Unterrichts- und Aufgabenkultur bei?

Uns ist bewusst, dass der formulierte Anspruch kein geringer ist, aber ist er nicht gleichbedeutend mit dem Motiv, das uns alle bei der Vorbereitung unseres Unterrichts leitet? Wir würden uns sehr über Ihren kritischen Blick auf unsere Ideen und Materialien freuen, wenn Sie diese in Ihrer eigenen Praxis ausprobieren.

So es sich im Terminkalender unterbringen lässt, diskutieren wir auch gerne mit Ihnen im Rahmen eines unserer Workshops (Anfragen: workshop@rechenstempel.de).

Wir bedanken uns an dieser Stelle auch für Ihre vielen konstruktiven Rückmeldungen während der letzten Jahre.

Mit besten kollegialen Grüßen,

 

Stefan Burger (StR FS)